Geschichtspfad der Stadt Friedrichshafen in der Siedlung Löwental





Auch die Siedlung Löwental ist inzwischen Bestandteil des Geschichtspfades der Stadt Friedrichshafen. Insgesamt finden sich 3 Tafeln (inzwischen gibt es eine 4. Tafel zur Trautenmühle beim Stadtwerk am See. Update folgt) in der Siedlung. Es sind die Nummern 4.18, 4.19 und 4.20. Wobei Tafel 4.18 und 4.20 den gleichen Text, aber unterschiedliche Bilder aufweisen. 2 Tafeln (4.18/4.20) finden sich Am Anger und eine Tafel (4.19) am Trafohäuschen an der Ecke Schlehenweg / Am Holderbusch. 

Das Bild zeigt Tafel 4.20 welche ihren Standort Am Anger hat.

Der Text der Tafel 4.18 „Löwentalsiedlung“ lautet:
Im Zuge der raschen industriellen Entwicklung der Stadt in den 1930er Jahren entstand die von den Friedrichshafener Architekten Knall, Rueß und Hefele geplante Löwentalsiedlung, mit der Stadt über die Ailinger Strasse verbunden, ansonsten damals noch frei zwischen Wald und Wiesen gelegen. Es wurden von 1936 und 1938 rund 120 Einfamilienhäuser auf 600 bis 800 qm grossen Grundstücken gebaut.Die zeittypischen Siedlungshäuser sind eineinhalbgeschossig auf einfachem Rechteckgrundstück errichtet, mit allseits gemauterten Aussenwänden, Kniestock in Fachwerkkonstruktion und steilem Satteldach gebaut. Die grossen Gärten dienten zur Selbstversorgung und akiven Freizeitnutzung. Der Platz „Am Anger“ am südlichen Rand der Siedlung war Standort einiger kleiner Ladengeschäfte für den täglichen Bedarf und zugleich gesellschaftlicher Mittelpunkt.1943 und 1944 bei Luftangriffen erheblich zerstört, wurde die Siedlung in den Nachkriegjahren wieder aufgebaut und erweitert. Das obige Foto von 1939 zeigt den Blick von der Kreuzung Am Anger/Am Rosenhag nach Norden auf die Berger Kirche.






Der Text der Tafel 4.19 „Löwentalsiedlung“ entspricht dem Text der Tafel 4.18. Nur die Beschreibung der anderen Abbildung differiert:
Die obige Luftaufnahme von 1952 zeigt am unteren Bildrand die frühe Norderweiterung der Siedlung in der Bodelschwinghstrasse, am Brenzweg, Paul-Gehardt-Weg, in der Wichernstrasse und am Zöcklerweg.




Der Text der Tafel 4.20 “ Dorfplatz am Anger“ lautet:
Ursprünglich als gesellschaftlicher Mittelpunkt der Löwentalsiedlung genutzt, wurde der Platz „Am Anger“ in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg zum Verkehrsknoten der Siedlung ausgebaut, wie das obige Foto von 1965 zeigt. Die erneute Umgestaltung des Platzes zum zentralen Treffpunkt für die Bewohner und für Siedlungfeste wurde nach den Plänen der Firma Betzenberger, Stuttgart, 1989 realisiert. Entgegen früherer Planungen wurde 1990 die Wassersäule des Brunnens auf die heutige Höhe reduziert, um der Vorstellung eines Dorfbrunnens näher zu kommen. Seine derzeitige Gestalt erhielt der Brunnen 1997 durch die Bronzetauben des Friedrichshafener Bildhauers Ingo Koblischek.An regelmässigen Veranstalungen finden auf dem Angerplatz das Sommerfest der Löwentalsiedlung und das Adventssingen statt.